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31. Mai 2017

INTERFORST Thema

Rohstoff Holz: ein Hebel für den Klimaschutz

  • Holz ist nachwachsend, klimafreundlich, vielfältig nutzbar
  • Als Baumaterial und Energiequelle im Trend
  • INTERFORST: Treffpunkt für nachhaltige Forstwirtschaft


Die Europäische Gemeinschaft hat sich auf das Ziel geeinigt, bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent weniger Kohlendioxid zu emittieren, gleichzeitig soll der Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent steigen („20-20-20-Ziel“). Nachhaltige Forstwirtschaft sowie Holz als Baustoff und Energiequelle sind wichtige Hebel für den Klimaschutz. Auch diese Themen werden auf der INTERFORST 2018 in München verhandelt.

„Holz wächst nach, speichert Kohlenstoff, ist vielfältig einsetzbar – und ist damit ein klimafreundlicher Rohstoff“, erklärt Martina Ehrnsperger, Projektleiterin der INTERFORST. „Die nachhaltige Forstwirtschaft ist ein wesentlicher Aspekt der INTERFORST, die im Juli 2018 wieder in München stattfindet.“

Bäume „atmen“ Kohlenstoff ein und Sauerstoff aus. Gerade junge, schnell wachsende Wälder binden große Mengen Kohlenstoff und wirken so dem Treibhauseffekt entgegen. Holz in Häusern oder Möbeln speichert den Kohlenstoff über weitere Jahrzehnte. Selbst als Brennstoff ist Holz überwiegend klimaneutral. Es wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wie der Baum im Wachstumsprozess in Form von Kohlenstoff gebunden hat. „Die Verwendung heimischen Holzes, kurze Transportwege und regionale Verarbeitung tragen ebenfalls zum Klimaschutz bei“, erklärt Ehrnsperger.

Holz als Baumaterial und Energiequelle
„Holz ist ein hervorragender Werk- und Baustoff sowie Energieträger“, bestätigt Martin Bentele, u.a. Vorsitzender des Kuratoriums von proHolz Bayern. „Wir stellen den Rohstoff in Deutschland in großer Menge zur Verfügung – und erfüllen auf der gleichen Waldfläche hohe Ansprüche an Natur- und Erosionsschutz, Erholung und andere öffentliche Anforderungen. Experten aus der ganzen Welt schauen sich das bei uns an.“

In Deutschland tragen nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holznutzung dazu bei, dass die Atmosphäre um etwa 158 Tonnen Kohlendioxid jährlich entlastet wird (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 2016) – auch durch die energetische Nutzung von Holz. Ob Scheitholz, Hackschnitzel oder Pellets: Holz hat sich zu einer ernstzunehmenden Alternative für fossile Energieträger entwickelt. Die Anzahl eingebauter Pelletkessel und -kaminöfen hat sich seit 2007 vervierfacht (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR 2016). Neue Kombinationen mit thermischen Solaranlagen und effiziente Holzheizsysteme machen Holz noch attraktiver. Dies gilt besonders für Niedrigenergiehäuser und Gebäude mit niedrigem Wärmebedarf. „Moderne Holzenergie ergänzt den Holzbau perfekt, ist sozusagen das i-Tüpfelchen zur Klimaneutralität“, so Bentele.

Trend zum Holzhaus
Seit den 1990er Jahren hat die Holzbauweise zunehmend Marktanteile gewonnen (FNR 2016). Bei Ein- und Zweifamilienhäusern stieg die Holzbauquote seit 2005 von 13 auf 17 Prozent (proHolz Bayern 2017). Besonders viele Holzhäuser entstehen in Süddeutschland, überwiegend mit Holz aus heimischen Wäldern. „Holz bietet eine Vielfalt an gestalterischen Möglichkeiten, dazu kommt eine schnelle Bauweise durch Holzrahmenbau und industrielle Vorfertigung. Viele Bauherren schätzen das besondere Wohnklima – und das gute Gewissen“, erklärt Architekt Florian Lichtblau.

Einen Rohstoffmangel fürchtet der Architekt nicht: „Rund ein Drittel der jährlichen deutschen Holzernte würde ausreichen, um das gesamte Neubauvolumen Deutschlands aus Holz zu errichten.“ Lichtblau verweist hierzu auch auf Buch und Ausstellung „Bauen mit Holz, Wege in die Zukunft“ von Prof. Hermann Kaufmann in Zusammenarbeit mit Prof. Winfried Nerdinger von der Technischen Universität München. Beispielhaft für klimafreundlichen Holzbau ist eine Wohnsiedlung der GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München in Sendling-Westpark, Münchens größtes Holzbauprojekt mit einem Holzeinsatz von 1.100 Kubikmetern. „Das erneuerte Gebäude hat eine verdoppelte Wohnfläche und reduzierte gleichzeitig den Energiebedarf für Wärme um den Faktor 15“, erklärt Lichtblau. Ein weiteres Ergebnis der Begleitforschung freut ihn besonders: „Und die Bewohner sind glücklich in ihren Holzhäusern.“

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Auf dem Gelände der INTERFORST

Treffpunkt der gesamten Branche

Alle vier Jahre findet die INTERFORST, internationale Leitmesse für Forstwirtschaft statt. Sie setzt Maßstäbe und zeigt die Innovationen der Branche.

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Ausstellen lohnt sich

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Nutzen Sie die INTERFORST, um Ihr Unternehmen und Ihre Produkte zu präsentieren. Wer im Markt relevant ist, ist auf der INTERFORST.

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Besucher im Eingang der INTERFORST

Das war die INTERFORST 2014

Die INTERFORST 2014 war ein voller Erfolg, sowohl Aussteller als auch Besucher waren begeistert. Erleben Sie noch einmal die Highlights der letzten Messe.

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